Montag, 13. September 2010

Wir sind Bachelor

Endlich ist es geschafft!! Das Bachelor-Monster ist besiegt!!! Bezwungen und eingesperrt im Einband!! JUHUUU Seit zwei Wochen weile ich wieder in Freiheit. "Entwicklung einer internationalen Marktingkonzeption für Hochschulen am Beispiel der Hochschule Mittweida" hieß meine Liebe des Sommers!! Und elf Wochen in Mittweida - alter Falter... Da kann man doch neidisch werden!

Jetzt kann es also losgehen!! Die Frage ist nur womit… Achja, Cosmo :-) Seit letzter Woche ist Mittweida wieder am Leben – die Austauschstudenten sind da. Und mit dabei natürlich der Cosmo Club :-) YEAH! Zwei Wochen Deutsch lernen, durch die Landen reisen und Spaß haben. So könnte es mir gefallen =) Zeit haben wir ja jetzt – schließlich fängt der Master erst in zwei Wochen an.

Jaha, jetzt Bachelor of Breadless Arts und angehender Master of Desaster – perfekt nicht wahr? Naja mal sehen was uns das Studium in (ACHTUNG!!) "Information and Communication Science" bringt. Nennen wir es doch Kommunikationswissenschaften :D Mal sehen, was der Rest des Jahres noch bringt und was bis Ende des Semesters noch los geht. Ich glaube ich bin selber so gespannt wie alle anderen.

Bestandteil dieses Semesters natürlich: Cosmopolitan Club. Und meine Arbeit über unsere Arbeit :D Mehr dazu später mal.

Der Sommersprachkurs läuft und wir Cosmopolitaner haben unsere Arbeit mal wieder großartig geleistet – würd ich jetzt mal so sagen. Gestern wurde Geburtstag gefeiert und halb zwölf stand die Polizei vor der Tür… Ahh… Ich würde sagen die Party war gelungen, wenn sie so weit zu hören war :P Ich hab das Gefühl unsere Schäfchen sind schon viel länger da als Donnerstag. Es gibt auch wieder Gäste aus Chile. Und Finnland!! Woohoo! Naja, über meine Finnischkenntnisse reden wir später mal :D Spanisch klappt aber noch, wenn auch holprig.


Ende vom Lied: Ich wollte nur sagen: Ja, ich bin noch am Leben, wenn auch gerade leicht demoliert. Habe mir am Wochenende im Bergwerk eine Erkältung eingeholt. Und die kurier ich mit Hühnersuppe, Erkältungstee und im Bett rumlungern aus. In der Hoffnung, dass ich am Wochenende wieder fit bin. Dann geht es auf nach Berlin! Juppi! How I like it.

Also wir lesen uns dann hoffentlich wenn es endlich mal wieder wirklich was Neues zu berichten gibt.

Nos vemos, Maria

Samstag, 7. August 2010

Der ganz normale Wahnsinn

Mitten im BA-Schreiben wieder ein Lebenszeichen. Ja, es gibt mich noch und ja, es gibt auch diesen Blog noch. Ich will meine lieben Leser nicht ganz enttäuschen, wo ich so viel Lob erhalten habe. Dafür übrigens ganz lieben Dank mal am Rande! Ich hoffe, dem kann ich auch weiterhin gerecht werden.

Werte Leserschaft, bitte verzeiht mir aber, dass meine Motivation in die Tasten zu hauen, etwas im Keller ist. Den ganzen Tag Bachelorarbeit schreiben reicht im Moment. Das führt auch dazu, dass es einfach nix zu erzählen gibt. Oder wie spannend wäre es zu lesen: "Ah, diese Woche war so erlebnisreich: Letztens habe ich zehn Seiten gelesen ohne einzuschlafen, am Donnerstag fünf Seiten geschrieben, ohne zwischendrin ins Internet zu gehen und gestern war ein Tag, an dem ich keine Neuigkeiten von "SMS von gestern Nacht" gehört. habe"

Außerordentlich interessant, nicht wahr? Und gelogen wäre es noch dazu.

Am Stück lesen... Meine beiden Kommilitonen, mit denen ich zusammen in einem Raum sitze, wissen ganz genau, wenn ich wieder einen Versuch gestartet habe, denn dann hört man nichts mehr – kein Blättern, kein Kritzeln, kein Tippen. Klarer Fall: Maria schläft, mal wieder. (Ich bin eh überzeugt, dass ich die Schlafkrankheit habe.)
Sich auf eine Sache für länger als eine halbe Stunde zu konzentrieren, das kann ich durchaus. Aber meistens bin ich überzeugt, dass seit dem letzten Surfen (fünf Minuten her) mit Sicherheit neue Mails oder Nachrichten im Netzwerk eingeflattert sind. Und hab ich mich dann zehn Minuten durch leere Postfächer und Netzwerke ohne Neuigkeiten gesurft bin ich überzeugt, dass jetzt doch bestimmt in einer Inbox was Neues ist. Mit Sicherheit...
Und diese Woche haben die beiden Jungs "SMS von gestern Nacht" für sich entdeckt. Großartig!!! Halbstündige Ablenkung mit Lachfaktor hoch vier!! Manchmal fragt man sich doch echt... Alter Falter... Der ganze normale Wahnsinn des BA-Schreibens, wie man sieht.

Der nicht-alltägliche Wahnsinn hat mich am Montag eingeholt, als nach dem Mittag mein Rechner nicht wieder hochgefahren ist. Ja... Ganz genau... Laptop im A...! Volltreffer. Aber keine Sorge, Maria lässt nichts Anbrennen, die hat drei aktuelle Sicherheitskopien ihrer BA :D Sogar einen USB mit in den Wochenendurlaub genommen, nur für den Fall, dass das Wohnheim niederbrennt. Mittlerweile tippe ich übrigens schon vom neuen Notebook!

Aber es is ja bald vorbei. Unser Countdown hat diese Woche die furchterregende 30 unterschritten! Ahhh! Aber, wenn das Thema Spaß macht, passt doch alles. Und wenn man während des Schreibens das Gefühl hat, dass der Berufswunsch der richtige ist, dann doch umso mehr.

Okay, lasst uns dem Fakt ins Auge blicken: Es gibt einfach nichts zu berichten. Doch eins noch: Ich bin schon geschlagene zwei Monate wieder in Deutschland! Wird Zeit, dass es bald zurück geht. Aber dazu mehr, wenn meine BA abgegeben ist und ich Bachelor of (breadless) Arts bin!

Es verbleibt mit hochachtungsvollen Grüßen,
die Cosmo-Tante

Montag, 21. Juni 2010

Es geht weiter

Nun bin ich schon wieder fast zwei Wochen da und hab fast genauso lange nicht von mir hören lassen. Jedenfalls hier auf dem Blog – einige Nasen durfte ich ja schon wieder begrüßen :-)

Wahrscheinlich hat manch einer diesen Blog schon tot geglaubt, aber keine Sorge – nur weil ich nicht mehr in Chile bin, heißt es ja nicht, dass die Abenteuer zu Ende sind. Das nächste hieße da zum Beispiel "Bachelorarbeit", aber nein, keine Angst, darüber werde ich sicher nicht ausführlich berichten :-) Nur dass das Thema Internationales Hochschulmarketing mich jetzt bis August begleiten wird und ich das sogar sehr toll finde! Es geht nämlich auch um eines meiner liebsten Themen: Cosmo Club :D Dann dürfte es wohl auch kein Wunder sein, dass ich gern über den Kapiteln brüte, vor allem, wenn ich für den Praxisteil mit ehemaligen Austauschstudenten skypen "muss".

Das Stichwort ist ja auch schon gefallen: Cosmo Club, darum geht’s hier ja schließlich. Am letzten Freitag vor meiner Abreise fand endlich das heißersehnte erste Teamtreffen statt! Juppi!! Es war echt richtig cool, obwohl sich nicht alle kannten, war die Stimmung ziemlich lustig. Meinen Spaß hatte ich jedenfalls und Spanisch war auch kein Problem. Es gab ziemlich gute Vorschläge für die Website und interessante Fragen, als wir den Workshop für die Tutoren gemacht haben. Die Truppe fetzt :-) Muss ich sagen, dass es mir nach diesem Nachmittag noch ein bisschen schwerer viel, Good-Bye zu sagen? Leute, was hab ich geflennt, auf meinem vorerst letzten Heimweg von der Uni. Zum Glück war es dunkel :-/


Am Samstag haben wir Abschiedsgrillen am Fluss gemacht, wo wir uns einfach nur gnaaaadenlos überfuttert haben, weil’s manche Chilenen nicht so mit Kalkulieren von Portionen haben und nicht auf Leute hören, die es unter Umständen besser wissen könnten :D Naja… No comment, das Fleisch hat Sonntag auch noch geschmeckt. Und der Nachmittag war einfach nur... Toll? Wunderschön?? Großartig??? Unvergesslich???? Wir haben so viel gesungen, Spaß gehabt, gequatscht und es genossen...


Jedenfalls waren wir so voll und müde, dass wir unsere ursprüngliche Abendplanung dämlicherweise über den Haufen geworfen haben. Unser Plan war eigentlich zum Karaoke zu gehen, aber weil nicht nur ich, sondern auch alle andern, so kaputt waren, habe ich beschlossen einfach zu Hause was zu trinken. Bitte keine Kommentare über diesen Unfug, ich bereu es durchaus, keine Sorge. War aber auch hundemüde, bin auf meinem Stuhl eingeschlafen… Ich sollte mich mal auf die Schlafkrankheit untersuchen lassen (ohne Mist, die gibt es wirklich, wie ich erfahren habe).

Der Abschied, das muss ich wahrscheinlich eigentlich nicht erwähnen, war verdammt tränenreich. Vier Monate, die so dermaßen anders als das Leben hier waren, können ja nicht ohne Emotionen zu Ende gehen. Aber für was hat man schließlich Erinnerungen :-) Da ich in der Nacht vorher nicht geschlafen habe, war ich im Flugzeug wahrscheinlich durchaus ein Erlebnis. Durch mein verheultes Gesicht und meine permanenten Heulanfälle hat mich meine Sitznachbarin angesprochen, was passiert sei und als ich es erklärt hatte, bin ich Dauerschlaf gefallen, der nur dadurch unterbrochen wurde, dass Essen auf meinen Tisch gestellt wurde. Das habe ich nur in die Sitztasche gequetscht und bin wieder eingeschlafen (wer chilenische Kekse kosten möchte, die habe ich noch! Die Flüge bestanden irgendwie vollends aus Essen!!). Ich weiß nicht, was meine Sitznachbarn sich gedacht haben :D

Wieder angekommen, ist natürlich auch der Sommer mit mir hier. Sehr gnädig, nur fand ich es schon wieder zuuu warm. Ich geb mich durchaus mit 23 Grad zufrieden, mehr muss nicht. An dieses ganze Grün, das lange hell sein und dieses ständig wechselnde Wetter muss ich mich wirklich erst wieder gewöhnen. Und oh Gott, an das Essen erst… Mensaessen ist so dermaßen ein Strafe nach Chile… (Hoffentlich liest hier nie mal ein Mensamitarbeiter…) Die Kilo, die ich in Chile gelassen habe, sind damit sicher bald wieder drauf.

Und folgendes Foto dürfte auch eindeutig sein:


(Die BA tut ihr übriges dazu – als Nervenfutter ist eine Tüte davon gefälligst zu entschuldigen :D) Drei Mal Döner in der ersten Woche ist übrigens auch zu verbuchen, Kindergröße aber, und die schaff ich auch nicht mehr.

Ach so, meinen Schrecken über die Obstpreise muss ich nicht erwähnen, der war zu erwarten oder? Ich habe lächerliche VIER EURO für ein Kilo kernlose rote Weintrauben (aus Chile natürlich, ein bisschen fremd-patriotisch muss man ja auch sein, die aus Ägypten kommen mir nicht zwischen die Kauleisten) bezahlt. In Santiago habe ich drei Kilo für 70 Cent bekommen… Jaaa, ich weiß, ich bin nun halt nicht mehr da, aber darf ich mich trotzdem aufregen?? Lächerlich… Und der schlechte Euro macht es ja nicht besser. Und in Arica gibt’s schon gar keine mehr, durfte ich erfahren – fühlen wir uns also glücklich.

Wie gesagt, meine BA hilft schon gut über die Runden, wenn es darum geht, mich wieder einzugewöhnen. Und Cosmo Mittweida auch! Ich habe mich ja relativ schnell wieder in MW eingefunden, da der letzte Cosmo-Abend stattfand und ach, es war soooo toll, wieder "zu Hause" zu sein.


An meinem ersten Tag habe ich übrigens gnadenlos verschlafen… 13.34 Uhr bin ich aufgewacht, in Chile bin ich um diese Zeit, also 7.30 Uhr, immer aufgestanden – Jetlag lässt grüßen. Nachts konnte ich dafür dann nicht schlafen. Ja, ich geb’s auch zu, die zweite Zeitzone meiner Uhr läuft sechs Stunden hinter Deutschland…

So die Zeit und die Länge rufen zum Schließen. Diesen Eintrag möchte ich aber auch dazu nutzen, um nochmals zu sagen: Es geht weiter! Mit diesem Blog, mit Cosmo und mit Chile. Mehr dazu nächstes Mal, was hoffentlich im Laufe nächster Woche sein wird (hab ja jetzt Zeit, schreib ja "nur" Bachelorarbeit :D

Nos vemos,
die Maria, zurück vom nächsten großartigen Abenteuer

Montag, 7. Juni 2010

Chile, TE AMO

Das wären sie dann - meine letzten Stunden in Chile. Es ist morgens 2 Uhr und grad hab ich noch einen Augenblick, um mein kleines Liebesgeständnis zu veröffentlichen, das mir seit ein paar Tagen durch den Kopf geht.

Vier Monate im höchstentwickelten Land Südamerikas, vier Monate in der Sonne ... Ich werde dieses Flecken Erde so furchtbar vermissen, mir kullern schon fast wieder die Tränen... Aber JA, ich freue mich auch, wieder zu kommen, keine Sorge. Denn natürlich gibt es in einem anderen Land nicht immer nur Sachen, die man großartig findet...


Liebes Chile, danke für all diese Sachen, die ich so vermissen werde:

-Die Neugier der Leute Ausländern gegenüber. Ständig wird man angesprochen, wo man herkommt, wie lange man schon hier ist und was hier macht. Ich hab das Gefühl, dass die meisten Deutschen Ausländer eher meiden und ein bisschen Angst haben in Kontakt mit ihnen zu kommen. Die vielen Gespräche werde ich wirklich ein bisschen vermissen, ich hab sie wirklich immer genossen. Vor allem, wenn einen kleine Kulleraugen fragen, warum man keine braune Augen habe oder kleine Jungs einen ohne Hallo salopp von der Seite ansprechen, aus welchem Land man komme und dann aus dem Staunen nicht mehr rauskommen, dass man 24 Stunden reist bis dorthin... So süß!!!

-Deine wahnsinnig atemberaubende Natur. Ohne Worte!!!

-Die Fähigkeit für den Moment zu leben und sich heute nicht die Kopfschmerzen von morgen zu machen. Das ist bis zu einem gewissen Grad verdammt entspannend und wirklich etwas, worüber ich froh bin, mir das ein bisschen angeeignet zu haben. Nur übertreiben mit dem Sich-keine-Gedanken-machen sollte man dann auch nicht... ;-)

Irgendwie hat es auch durchaus was, das benutzte Toilettenpapier zusammen gefaltet in den Mülleimer zu werfen, anstatt es einfach fallen zu lassen. Aber ob ich das sooooo vermissen werde...? ;-)

Nun,was ich wirlich NICHT missen werde...

-An erster Stelle ganz sicher: Sich nicht auf den Boden unter den Füßen verlassen können. Wirklich, dafür liebe ich Deutschland. Zu wissen, dass es nicht jeden Moment anfangen könnte, zu wackeln, sondern einen sicheren Untergrund zu haben, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

-Das furchtbare Hundegebell höre ich zwar fast gar nicht mehr, aber ganz ohne lebt es sich auch nett. Gleiches gilt für die ständigen Alarme der Autos, bei denen man sich nur ständig fragen kann, aus welchem Grund die eigentlich anspringen wenn sie nicht mal mit dem kleinen Finger angerührt wurden...

Nun, kurz und gut meine Gedanken über dieses letzte Land der Erde. Ich hoffe, ich bin ganzbald zurück!! Dienstagmittag habe ich wieder deutschen Boden unter den Füßen.

Wir sehen uns alsbald.

Die Cosmo-Tante, die mal wieder eines ihrer größten Abenteuer erleben durfte.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Capoeira

Ich würde es beschreiben als „Mein Körper lernt endlich wieder was ne Harke ist“. Seit zwei Wochen gehe ich zum Capoeira, etwas (wie einige vielleicht noch wissen) eine meiner Wünsche für Chile war! Vor zwei Wochen bin ich endlich gegangen, nachdem ich Gonzalo (Cosmopolitano) kennen gelernt habe, der schon fast zwei Jahre diesen Sport macht.

Für alle, die sich fragen, von was ich rede, hier ein Video

Dieses Video scheint nicht umsonst „Das beste Capoeira Video überhaupt“ zu heißen, denn ich finde es ziemlich passend, um kurz zu zeigen, was ich schon wieder anstelle down here in Chile. Zu Beginn das Instrument namens Berimbau, das alle Lieder durchzieht, dann die einfacheren Bewegungen, die ich auch schon gelernt habe, und zum Schluss den Kampf, den ich in der Roda auch schon live bewundert habe.

Für alle, die nach „fundiertem Wissen“ gieren: Capoeira in Wikipedia

Ich kann nur sagen, dass sich die Schmerzen wirklich lohnen. Capoeira macht verdammt viel Spaß, für mich eine Mischung zum Abschalten, Koordination trainieren und Körper fit halten. Und Koordination ist so eine Sache... Sieht alles ganz einfach aus beim Zuschauen, aber wie erwartet sieht das dann alles aus, sobald man nur einen Fuß setzen will...

Schmerzen, das kann ich euch sagen, die habe ich ganz furchtbar. Nach dem ersten Mal (dienstags) hatte ich Muskelkater bis Freitag. Drei Mal pro Woche ist das Training. Letzte Woche war ich komplett, in der ersten Woche wegen Iquique nur Dienstag. Letzten Samstag bin ich wirklich fast vergangen vor Schmerzen während des Trainings. Wie das Video zeigt, wird wirklich der gesamte Körper beansprucht und für so ein kleines chilenisches Faultier wie mich schlägt das Training dann natürlich doppelt zu Buche.

Aber die Bewegungen machen wirklich süchtig und die Leute sind alle ganz lieb zu mir blutigen Anfängerin, die dazu auch noch nicht alles versteht, was die Übungsleiter sagen. Hier kann ich übrigens anmerken, dass sich Capoeira eher gar nicht gelohnt hätte, denn dann hätte ich null verstanden.

In diesem Sinne genieße ich das letzte Mal heute ausgiebig, wer weiß, wann ich mich wieder den Schmerzen aussetzen kann :-)

Montag, 31. Mai 2010

Auf den letzten Metern

Zum Schluss wird ich noch ein bisschen faul, was meinen Blog angeht… Das mit den Fotos von meinem Trip nach Santiago hat ja auch wunderbar geklappt – mein Nichtstun ist wirklich langsam gruselig. Vielen Dank Chile… Das muss sich schnell wieder ändern, wenn ich zurück bin. Sollte ich dann noch ein bisschen mit der Mañana-Mentalität leben, möge man mir verzeihen, aber hier lebt es sich sehr entspannt, alles auf den nächsten Tag zu verschieben.

Diese Woche war weniger stressig, als ich das erwartet habe. Der Grund dafür gleicht eigentlich einer Katastrophe. Ich muss ja dringend noch an der Website arbeiten, zum Beispiel die französische Übersetzung hinzufügen, die fertig auf dem Schreibtisch liegt. Oder das Design abändern, und und und… Seit zwei Wochen ist die Kollegin nicht erreichbar, mit der ich die Seite bearbeite. Das Riesenproblem ist, dass innerhalb der Seite gewisse Bearbeitungen durch denjenigen, der die Seite erstellt hat (sie), gesperrt sind. Und diese Erlaubnisse können wiederrum auch nur von ihr geändert werden. Solange ich sie also nicht erreiche, sind mir die Hände gebunden und ich kann nichts anderes tun als im Kreis rennen und schreien.

Nach einer Woche erfahre ich auf Nachfrage, dass sie krank ist, nach zwei Wochen sagt man mir, dass sie gar nicht mehr für mich zuständig ist, sondern jemand Neues. DANKE für die nette Zuarbeit?! Und jetzt warte ich auf die Mail, dass meine Chefin den Menschen endlich kontaktet und mich und mein Projekt vorstellt. Wie lange sollte man gegen das System arbeiten, frage ich mich… Wahrscheinlich stehe ich Montag ohne Vorwarnung im Büro des netten Herrn. Also so leicht lasse ich mich nicht unterbuttern. Wäre ja gelacht. Ganz verschwunden ist meine deutsche Mentalität dann doch nicht.

Freitag Abend ging’s endlich mal wieder rund: Wir haben zusammen mit unseren spanischen Freunden zu einer Party eingeladen. Kleine Abschiedsparty für eine Spanierin, die morgen geht und für meine Wenigkeit, die eine Woche später den Flughafen von Arica von innen sieht. YEAH es war total cool!!!!Es waren Austauschstudenten und ein paar der Cosmopolitaner eingeladen. Sehr coole Sache. Hinterher sind wir noch mit Gonzalo, einem der Cosmopolitanos einen trinken gegangen.


Gleichzeitig durfte man die Party auch als Willkommensparty für Andreas sehen, unseren lieben Freund, der endlich in Chile ist. Das Trio infernale ist also mehr als perfekt! Seine Ankunft hat auch glücklicherweise meine Trübsal über meine baldige Abreise völlig weggeblasen. Das nenn ich doch mal was.


Gestern Nachmittag haben wir alle zusammen den Eurovision Songcontest angesehen und ich kann euch sagen, was das für ne Freude war!!!! Wäre hätte das je gdacht, dass Deutschland Europa noch mal so rockt!!!! Wir waren ja ohne Ausnahme für Islands Beitrag und hätten auch Frankreich gute Chancen eingeräumt. Aber dass Lena die Nationen so verzaubert…. Genial!!! Nächstes Jahr also bei uns. Wer kommt mit??

Heute waren Andreas, Nicklas und ich mit Elisabeth, ebenfalls Cosmopolitanerin ihres Zeichens zum Tag der offenen Museen. Geführt hat uns der Ausflug zum Naturschutzgebiet am Strand, wo uns die Mücken aufgefressen haben und ins Azapa Tal, wo wir mal wieder Mumien bestaunt haben. Hinterher noch ein bisschen Arica vom Morro aus bewundern und hinterher die Handwerksmärkte abklappern.


So sollte ein Wochenende sein. Aber wie das so ist – wenn es am Schönsten ist, nicht wahr…

Mehr gibt es von dieser Woche eigentlich nicht zu berichten. Hmh – doch, aber dazu im nächsten Beitrag mehr ;-)

Nos vemos muy pronto
Maria

Donnerstag, 20. Mai 2010

Das wunderschönste Fleckchen Erde

Zurück von meinem Trip nach Santiago kann ich immer noch nicht fassen, wie unglaublich schön die Tage waren. Zum Einen, weil ich einfach mal abschalten konnte und zum Anderen wegen der unglaublichen, atemberaubenden Natur. Chile ist einfach ein wahnsinnig traumhaftes Land - so unterschiedlich, so bezaubernd, so einfach "muss man selber sehen".


Die Woche - wie sollte es auch anders sein - verflog wie im Sauseschritt. Wir haben so viel gesehen:
-La Serena - eine Stadt, so zuckersüss und irgendwie italienisch, an handsome men hat es dort nicht gemangelt
-Valparaíso - eine Stadt mit Temperament und Charakter
-Santiago - eine Hautpstadt halt, die mich aber mit den krassen Unterschieden zwischen alten und neuen Gebäuden sehr an Frankfurt am Main erinnert hat

Zwischendrin Momente zum Atemanhalten oder Tagträumen, nur einen Tag werde ich in meinem Leben nie wieder vergessen.

Von La Serena aus haben wir das Valle del Elqui besucht (und viel über Mikroklimata gelernt, Weintrauben direkt vom Feld genascht und Sonne getankt). Dem Tal werden gewisse Energieströme nachgesagt, weil es auf einem Meridian liegt. Völlig egal, ob oder ob nicht. Aber als wir am Nachmittag wieder auf der Rückfahrt waren, ist mir bewusst geworden wie dermassen entspannt ich geworden bin. Und ich muss dann doch sagen, dass ich mich während meines gesamten Aufenthaltes in Chile nicht ein einziges Mal so wahnsinnig gut gefühlt habe - und wie hier oft zu lesen war gab es durchaus viele Momente, in denen es mir saugut ging. Wirklich, mir ist so egal, von welchen spirituellen Faxen die Leute reden. Ich kann nur sagen: Dieser Platz, dieses bezaubernde enge Tal mit einer Landschaft so atemberaubend schön und mit Sonnenschein, der die Lebensgeister Samba tanzen lässt (und wo übrigens auch der chilenische Schnaps "Pisco" seine Heimat hat - verdammt streng dieser Alkohol :D), dieser Platz hat es mir schlichtweg angetan und vielleicht werde ich eines Tages, wenn ich meine steile Karriere glücklich und zufrieden beendet habe (bitte N I C H T ernst nehmen :D), könnte es durchaus passieren, dass ich den vielen Europäern in das kleine Dörfchen ans Ende der Welt folge.


Soweit erst mal, mehr Bilder folgen noch! Zu viele aber aucht nicht, lassen wir den Neidfaktor mal im niedrigen Bereich :P

Bin gerade etwas mit Unlust behaftet und muss mal schauen, wie ich das heute noch loskriege. Morgen ist der 21. Mai, ein Feiertag in Chile, anlässlich der Seeschlacht in Iquique. Dort sind wir auch übers Wochenende!

Nos vemos.
Die Maria